Tahiti 2018

Tahiti -die Königin der Südsee

Viele Segler laufen oftmals nur die Stadtmarina in Papeete oder die 5 Seemeilen südlich gelegene Marina Taina mit Ihrem Bojenfeld an, wenn sie nach Tahiti kommen.
Erledigen Ihre Besorgungen, schütteln den Kopf über die hohen Preise im nahegelegenen Carrefour oder im weiter entfernten Champion Markt.
Jetzt, nach knapp einem Jahr in Franz. Polynesien, haben wir uns schon an einiges gewöhnt. Man muss ja nicht unbedingt Tomaten für 7 € das Kilo kaufen.
Trotzdem kommen die Segler immer wieder hier her, wir sind da keine Ausnahme.
Auch die etwa 200 Yachten, an der Boje oder vor Anker liegend, schrecken nicht mehr so ab.
Die Annehmlichkeiten hier überwiegen bei weitem.

Der Bus bleibt direkt vor der Marina stehen und bringt einen nach Papeete und retour um etwa 4 €.
Von Eco Car, dem günstigsten Autoverleiher, allerdings nur auf Tahiti anbietend, kann man einen Twingo für 3500 XPF mieten, inklusive Zustellung und Abholung in die Marina.
Leider ist dieser nicht oft verfügbar und die nächst höhere Kategorie ist ein Dacia Logan für 5500 XPF mit Basisversicherung. 119 XPF sind 1 €.

Man bekommt am Dinghidock vor der Marina gratis hervorragendes Trinkwasser. Mit dem Beiboot anlegen, Kanister füllen, fertig.
Ein Platz an der Boje kostet im Monat für ein 46 Fuss Einrumpfboot 170 €. An der Tankstelle bekommt man zollfrei Diesel (mit der vorher beim Zoll in Papeete ausgestellten Bescheinigung),
allerdings nur wenn man mit der Yacht längseits geht. Mit Dinghi und Kanister wird man abgewiesen.
Hotspot WDG ist gegen Gebühr und mit starker WiFi Antenne auch am Ankerplatz empfangbar. Langsam, aber auch daran gewöhnt man sich.
Alles in allem bietet die Marina Taina eine freundliche Atmosphäre zu Preisen, die man in Europa vergebens suchen wird.

Die meisten Yachties segeln, wenn Sie hier alles erledigt haben, die 20 Seemeilen nach Moorea oder weiter in die Societies.
Das ist auch der Grund, warum der Südwesten Tahitis von Yachten wenig besucht wird. Ausnahme ist Taravao, die Stadt im Süden vis a vis von Tahiti Iti (der kleinere Teil Tahitis).
Hier gibt es eine kleine Marina mit Boatyard, guten Handwerkern und einen großen Carrefour.

Davor und auch danach gibt es allerdings noch herrliche Ankerplätze, die man normalerweise für sich alleine hat.

Beginnen wir mit der 9 Seemeilen südlich von Taina gelegenen Ortschaft Maraa. Durch den gleichnamigen Pass kommt man problemlos in die Lagune und kann seinen Ankerplatz frei wählen. Zu sehen gibt es hier die Grotten von Maraa und weniger bekannt, den Wasserfall Faraura. Beides kann man ohne Eintritt zu bezahlen besichtigen. Beim Wasserfall unbedingt Mückenspray mitnehmen. Einige Ankerplätze nahe des Riffs bieten auch brauchbares schnorcheln. 2 – 3 Tage sollte man auf jeden Fall für hier veranschlagen.

Weiter geht`s. Den gleichen Pass wieder hinaus und 12 Seemeilen bis zum nächsten Pass – Aifa. Auch hier kann man wieder unter vielen Ankermöglichkeiten auswählen.
Es gibt hier so etwas wie ein Freibad für Einheimische, daneben eine winzige Marina. Kleiner Supermarkt außerhalb der Dorfmarina. Lokalkolorit pur.

Einen von uns immer wieder gerne aufgesuchten Ankerplatz erreicht man durch den knapp 1,5 Seemeilen entfernten Pass Rautirare. Nach der Durchfahrt Steuerbord der Betonnung folgen bis man in der Nähe des Ortes Atehiti ankern kann. Dort befindet sich der Jardin Vaipahi mit kleinem Wasserfall. Eine wunderschöne, 5 km lange Rundwanderung startet auch hier im Park, der ebenfalls gebührenfrei zugänglich ist. Leider sind Hunde verboten, sonst hätte Othello auch etwas davon gehabt. 1 Seemeile weiter kann man vor einer Parkanlage in der das jetzt leider geschlossene Gaugin Museum ist, ankern. Bei der Stranddusche bekommt man sehr gutes Trinkwasser gratis. Schlauch mitnehmen und Kanister direkt im Dinghi befüllen.

Verlassen kann man die Lagune dann durch den Pass Temarauri. Ein kurzer Ausflug hinaus auf See, nach 1,5 NM kommt der nächste Pass durch den wir Taravao erreichen oder uns rechts halten und innerhalb des Riffes 7 NM die Lagune bis nach Teahupoo segeln können. Im August Austragungsort des Billabong Surfweltcups. Videos von der Welle findet man auf Youtube. Mächtig!
Auf dem Weg dorthin können wir ebenso unter unzähligen Ankerplätzen wählen.

Schon alleine bei dieser kurzen Auflistung kann man die Möglichkeiten die Tahiti für den Segler bietet, erkennen.
Der beste Guide für Tahiti ist von Marcia Davock aus dem Jahre 1985 mit sehr guten Zeichnungen, die großteils immer noch gültig sind.

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