St.Lucia - Venezuela - Curacao

Von Saint Lucia nach Curacao über Isla Blanquilla, Los Aves, Bonaire

Juli 2012

 


Nachdem Sagitta in der Rodney Bay 2 Stunden in den Gurten des Travellifts hing um das Seeventil des Fäkalientanks zu erneuern, starteten wir am nächsten Morgen mit dem Ziel Isla Blanquilla - Venezuela. 260 Seemeilen bei 15-20 Knoten raumen Wind. Nach 52 Stunden fiel der Anker an der Nordwestspitze Blanquillas.

Othello durfte endlich wieder an Land um einen nicht unbeträchtlichen Teil der Insel für sich zu markieren. Stephan und ich schwammen im türkisblauen Wasser und ließen unserer Begeisterung über die paradiesischen Zustände freien Lauf. Ha, hat aber keiner gehört, da wir ja die einzigen Menschen hier waren. So schön sich Blanquilla auch dieses Mal wieder mir zeigte, unser Ziel war noch fern.


Also Aufbruch und segeln in den Sonnenuntergang mit dem Ziel Los Roques. Nach 150 Seemeilen in stockdunkler Nacht auf Höhe Cayo de Agua legte der Wind auf 25 Knoten zu und ich entschloß mich dies auszunützen und direkt die Insel Los Aves Borlavento anzulegen. Im Morgengrauen gingen wir dann an der Innenseite des Riffs vor Anker. Mangroven an Land, viele Tölpel die in den Bäumen ihre Nistplätze haben und ständig um uns herum sind.

Beim Dinhgi fahren kommen sie bis auf einen Meter an uns heran um uns zu inspezieren.Viele kleine Riffs innerhalb, die sich zum Schnorcheln anbieten. Mal sehr gut, dann wieder weniger. Mit uns liegen 3 weitere Yachten innerhalb des Riffs.

Nach einer ruhigen Nacht den nächsten Tag noch knappe 40 Seemeilen bis Bonaire. In Kralendijk gibt es die Einzige Möglichkeit auf der ganzen Insel, eine Boje zu belegen. Ankern ist sowieso verboten. Einklarieren bei Immgration und Zoll. Beide im gleichen Gebäude am Hafen. Die Boje kostet 10 US $ Dollar und sollte in der Marina bezahlt werden. Sehr touristische Stadt, viele holländische Landurlauber und einige Amis. Lokale am Wasser mit Livemusik. Alles was das Touristenherz begehrt.

Neuer Tag, altes Ziel.45 Seemeilen bis Curacao - Spanish Water.
Dort angekommen treffe ich Harald, meinen österreichischen Freund von der Segelyacht Tagträumer wieder. Zuletzt lagen wir in Pasito Blanco nebeneinander vor Anker. Ein freudiges Wiedersehen!

Einklarieren ist auf Curacao sowie die andere Bürokratie betreffend der Ankerpermits ganz speziell.
Mit dem Bus nach Willemstadt. Zuerst Zoll, dann Immigration und Hafenamt. Leider sind nur nur Immigration und Hafenamt am selben Ort. Auf ganz Curacao darf man außer in Spanish Water nur in 4 anderen Buchten ankern. Die Erlaubnis pro Bucht kostet 10 US $ und gilt jeweils 3 Tage. Das ist aber noch nicht alles. Man muß auch genau den Tag angeben, wann man diese Bucht anläuft. Dies wird dann tagsüber auch von der Coast Guard via Helikopter überprüft. Bei Nichteinhaltung wird dann ein Coast Guard Schiff vorbei schauen. Soll einiges Kosten! Sehr krass.

Willemstad - die Hauptstadt

Die schönste Bucht ist die nordwestlichste, Santa Cruz. Die anderen sind zwar landschaftlich interessant, aber man könnte dort auch glauben im Mittelmeer zu ankern. Das Wasser ist grün und trüb.