Las Palmas-Fuerteventura-Lanzarote, Sept.2011

Las Palmas de Gran Canaria - Fuerteventura - Lanzarote
Törn mit Eva und Thomas
September 2011

Nachdem Eva, Thomas und Othello auf Sagitta eingecheckt hatten, verließen wir Las Palmas mit dem Ziel El Morro Jable an der Südküste Fuerteventuras.55 Seemeilen lagen vor uns. Geplant waren 10 Stunden.

Gleich nach dem Auslaufen hatten wir leider eine sehr kabbelige See, Eva hatte auch gleich sofort ein Echnatol gegen die Seekrankheit eingeworfen. Thomas schloß sich ihr an, kämpfte dadurch allerdings den ganzen Tag mit Müdigkeit. Eva war dies ja schon gewohnt. Mit Nordost bis 22 Knoten ging es  flott dahin. So erreichten wir noch vor der Abenddämmerung unseren Ankerplatz bei El Morro.

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Sobald wir dann mit dem Dinghi an Land waren, verflog auch sogleich die Seekrankheit . In den frühen Morgenstunden, so ab 4 Uhr, schossen plötzlich Fallböen mit Spitzen bis 52 Knoten auf Sagitta herab. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Der Anker hielt hervorragend. Nur das Bimini wurde an den Nähten aufgerissen und von Eva mit der  Bordnähmaschine einige Tage später fachmännisch genäht. Durch die Nähe zum Land konnte sich keine große Welle aufbauen. Es war faszinierend die Kraft des Windes zu beobachten.

Mit Sonnenaufgang legte sich das Spektakel und wir gingen Anker auf. Ziel Gran Tarajal, 24 Seemeilen entfernt. Am Ankerplatz vor der Marina, beschlossen wir dann doch die Marina aufzusuchen, um eine ruhige Nacht zu haben. Geworden sind es dann 2. Bei einem Tagespreis von 14 € war dieser Luxus drinnen.Es fand gerade das große Abschlußfest einer Hochseesportfischerveranstaltung statt an diesem Abend. Eine Menge Leute bewegten sich bis in den frühen Morgen durch die Marina. Unser Schlaf wurde dadurch aber nicht beeinträchtigt.

Die Marina ist etwa zu 70 % ausgelastet. Fingerstege mit Schwimmpontons. Security 24 Stunden. Die Stadt ist in etwa 10 Minuten Fußmarsch zu erreichen. Dort gibt es einen großen Eurospar, 2 Bäckereien, die auch Sonntags geöffnet haben. Eine schöne Strandpromenade mit vielen Restaurants. Zu Empfehlen ist die Pizzeria "Pomodore". Sehr gute italienische Pizza, tolles Eis und sehr günstig. Was will man mehr. Ebenfalls zu empfehlen das Restaurant der Fischervereinigung (Cofradia) an der Slipanlage.Der Flughafen ist 45 km entfernt. Taxis in der Stadt. Allerdings gibt es keine Leihwagenfirma vor Ort.

Nach 2 sehr kurzweiligen Tagen war unser nächstes Ziel die Inselhauptstadt Puerto del Rosario. Ankerplatz links vor der Hafenmole. Ruhig. Kaum eine Möglichkeit mit dem Dinghi anzulegen. Es gibt nur eine Slipanlage, mit kleinem Dinghi geht das ja noch, aber mein Festrumpf bekäme doch einiges ab. Im kleinen Sportboothafen könnte man zwar, aber man ist immer angewiesen, dass jemand anwesend ist und die Tür aufsperrt. Eva und Thomas besuchten mit Othello die Stadt, ich nahm Sie dann später an der Slipanlage wieder auf. Kein Platz, den man besuchen muß!

16 Seemeilen weiter erwarten uns die Los Lobos. Kleine Inselgruppe, 1,5 Seemeilen östlich von Fuerteventuras Nordseite. Naturpark. Glasboote karren die Touristen an die Landungsmole. Der Ankerplatz ist etwas rollig, Grund Sand. Mit dem Dinghi anzulanden ist auch hier ein Problem. Brandung am Sandstrand und an der Mole angeblich, auf jeden Fall mit Hund, verboten. Also haben wir nach 3 Stunden wieder abgelegt und sind hinüber nach Lanzarote motort. Waren ja bloß 6 Seemeilen.

Vor der Marina Rubicon gingen wir dann vor Anker. Man kann mit dem Dinghi in die Marina fahren, nur sollte man sich vorher auf Kanal 9 anmelden. Die Security, die uns am Steg empfing, hat uns darauf hingewiesen. Freundlich sogar! Alle möglichen Lokale und ein größerer Supermarkt außerhalb. Wir gönnten uns dann ein paar Mojitos um den Tag entsprechend ausklingen zu lassen.

Weitere 20 Seemeilen unter Maschine, nahmen wir eine der gratis ausgelegten Bojen im Puerto de Arecife auf. Die Hauptstadt Lanzarotes. Man liegt hier sehr geschützt, außer bei südlichen Winden, in absoluter Stadtnähe. Wir nahmen uns einen Opel Astra für eine Woche und erkundeten damit gemeinsam Lanzarotes Sehenswürdigkeiten.

Die meisten von Cesar Manrique gestaltet. Mirador del Rio - der Aussichtspunkt mit Blick auf La Graciosa. Das Wohnhaus von ihm. Und, und....

Alles hat ein Ende. Na, geh! Auf jeden Fall flogen die Beiden dann mit Binter Air um 30 € pro Person nach Las Palmas zurück und von dort weiter nach Wien. Bevor sie starteten erhielt ich noch von Eva telefonisch eine riesige Überraschung präsentiert. Aber das ist eine andere Geschichte!