St. Martin nach Guadeloupe mit Iles des Saintes- Jän.2011

St. Martin - Ile Fourchue - Guadeloupe- Iles des Saintes, Jänner - Februar 2011


Nachdem Eva abgeflogen war, blieben wir noch ein paar Tage an unserem Ankerplatz in der Lagune von St. Martin. Eigentlich hatte ich vor, das Schiff hier zu kranen um das Antifouling zu erneuern. Der Bestpreis der Marina hier lag 200 € über meinem Angebot der Marina Bas du Fort in Pointe a Pitre - Guadeloupe. Noch dazu wäre das Schiff auf Sandboden gestanden. Der beim Reinigen mit dem Hochdruckreiniger schnell zu einem Schlammboden wird. Umdisponiert. Wir segeln wieder Süd, nach Pointe a Pitre.

Ausklarieren in Marigot und ablegen zur Il Fourchue, die zu St. Barts gehört. Dort an der Boje die Nacht verbracht und bei Sonnenaufgang ging es so hoch am Wind als möglich, Richtung Guadeloupe. Leider drehte der Wind auf SO, dass wir in der Nacht bis auf eine Seemeile an die Insel Nevis herankamen, nicht gerade der direkte Weg. Montserrat passierten wir steuerbords, der Wind ließ dann einen direkteren Weg nach Pointe a Pitre zu und nach 33 Stunden fiel unser Anker vor der Marina Bas du Fort. Dort lagen etwa 10 weitere Segelboote. Eines davon war die "Pamela" aus Deutschland. Mit Norbert und Andrea. Die vor 2 Jahren hier in der Karibik ihre Weltumsegelung beendeten und sich über die nächsten Ziele Gedanken machen.

 

In der Zwischenzeit wurde Sagitte mit dem Travellift aus dem Wasser gehoben. Kranen rein-raus, 5 Tage an Land um 470 €. Ein fairer Preis. Billiger um 100 € war es nur in Pasito Blanco auf Gran Canaria. In Kroatien wären wir ungefähr beim Doppelten. Nachdem wir die Lady wieder frisch gestrichen und poliert hatten, durfte sie wieder ins Wasser. Mit dabei auch unser Mitbringsel aus der Marina, "Mickey", unser  6 Wochen alter Kater. Seine Mama lag tot am Marinaparkplatz und er miaute den ganzen Tag so jämmerlich. Tja, dann kam er halt an Bord. Mit der Jammerei war erst Schluß als er zum Crewmitglied wurde.

Am Fähranleger mieteten wir uns einen Leihwagen und unternahmen mit Norbert eine kleine Inselrundfahrt. Der Aufstieg zum Vulkan war danach angesagt. 1:40 h führte uns der steile, felsige Weg zuerst durch den Regenwald, danach auf knapp 1400 Meter.

 

Das war zwar nicht ganz bis zum Gipfel, aber der Endpunkt für die meisten Wanderer hier. Toller Blick natürlich von hier oben der auch nicht durch den kräftigen Schwefelgeruch getrübt wurde. 1:20 dauert dann der Abstieg. Othello war auch wie immer mit dabei.

Wir verbrachten noch einen Abend mit der "Pamela" bevor wir Petit Terre einen Besuch abstatten wollten. Dort soll es hervorragend zum Schnorcheln sein. Draußen aus dem Kanal, Wind und Welle auf die Nase, das hätte bedeutet gegenan zu knüppeln. Danke, muß ja nicht sein. Abfallen und Kurs auf die Iles des Saintes.

Die Inselgruppe der Iles des Saintes vom Soufriere aus

Diesmal fällt unser Anker erstmalig vor der Ziegeninsel. " Ilet a` Cabrit".

 

 

Dort treffen wir auch wieder die " Pamela" die neben ihren britischen Freunden vor Anker liegen.Doch vorher hatten wir noch ein Problem beim Einrollen des Großsegels. Der Segelhals hatte sich aus der Halterung gelöst und das Segel konnte nicht eingerollt werden. Natürlich frischte der Wind im selben Moment an die 20 Knoten auf. Nach einigem " Geflatter" und Einhaken der Halsschlaufe funktionierte es wieder und der Manöverschluck war verdient worden. Wirklich:-)

Ist ein schönes Plätzchen hier. Mit Sandstrand und den Überresten eines Forts am Hügel. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick über die Inselwelt. Othello hat mal wieder eine Ziege gejagt, Mickey erprobte seine Kletterkünste auf den steinernen Überresten des Forts. Der Tag endete dann mit Besuch von Andrea und Norbert bei uns an Bord.

Wir verabschiedeten uns am nächsten Morgen von den Beiden und segelten bei tollem achterlichen Wind nach Deshaies an der Westküste Guadeloupes. Hier am Ankerplatz gibt es den einzigen weißen Boatsboy, den ich ich bis jetzt kennengelernt habe. Er nimmt am Abend die Bestellung für Brot, Croissants usw.auf, um sie dann morgens zu liefern. Ausklariert wird wie im immer im " Le Pelican" per Computer. 3 €. Man kann 48 Stunden vorher Ausklarieren.

Die 43 Seemeilen nach Antigua legten wir in weniger als 6 Stunden zurück. Schnelles Amwind segeln - da kam Freude auf.