Guadeloupe-Montserrat-Antigua-St. Barth-St. Martin,Törn mit Eva Jän.2011

Am 22.12. kam Eva mit Air France in Guadeloupe an, um die nächsten 3 Wochen bei uns an Bord zu verbringen. Ich holte sie mit dem Taxi vom Flughafen ab, da kein Leihauto zu bekommen war. Sagitta lag in der Marina Bas du Fort in Pointe a Pitre. Die Nacht kostete hier nur 35 €, inkl. Strom und Wasser. Im Mittelmeer würde es doppelt so viel ausmachen. Nachdem Einchecken, ausräumen und Geschenke verteilen war dann bald Nachtruhe angesagt. Der Nationalpark von Jaques Cousteau war am nächsten Tag unser erstes Ziel. Danach gings nach Deshaies.

Der Besuch des botanischen Gartens stand an. EIntritt 14 €. Sollte man aber einmal gesehen haben. DIe Pflanzenvielfalt ist einfach gigantisch.Danach ausklarieren nach Montserrat.

Der einzig erlaubte Ankerplatz befindet sich in Little Bay und ist zugleich Port of Entry.

Außer uns ankerten nur noch 2 Schiffe hier. Ein - und Ausklarieren für 3 Tage, war auf Grund des Feiertages mit 50 € nicht unbedingt günstig. Wir hatten leichten NO Wind, trotzdem war das Liegen in der Bucht extrem unruhig.
Am Strand neben den Costums befindet sich die Bar der "Soca Lady", einer seit 20 Jahren mit ihrem Gatten hier auf der Insel lebenden Amerikanerin. Hier gab es Soca Livemusik. Keine Touristen, nur Locals, die neben Soca als zweite Leidenschaft noch dem Cricket fröhnen.

 

Am nächsten Morgen machten wir mit Christian, unserem Taxifahrer, eine 3 stündige Inseltour um 70 €, die uns natürlich auch so nahe als möglich zum Soufriere Hill, den 914 m hohen, immer noch aktiven Vulkan führte.

 

Plymouth, die ehemalige Hauptstadt ist Sperrzone. 1997 wurde sie bei einem Ausbruch völlig zerstört. 2008 gab es dann den nächsten. Das Leben der 4500 Einwohner findet nur im nördlichen Teil der Insel statt.

Es herrscht eine ausgesprochen freundliche Ahmosphäre. Bei den Häusern sind Türen und Tore geöffnet. Es gibt kaum Zäune. Wir nahmen auch noch die Einladung der Soca Lady wahr, die uns ihr Haus mitten in einem selbst angelegten botanischen Garten zeigte. Ein Paradies.
Da wir keine weitere Nacht mehr in der rolligen Little Bay verbringen wollten, legten wir am späten Nachmittag ab und erreichten um 22 Uhr unseren Ankerplatz in Falmouth auf Antigua. Am nächsten Tag einklarieren in English Harbour.

In Falmouth entdeckten wir unser Lieblingslokal, gleich am Hafen, " The lime and the coconut", im Besitz eines jungen, sympatischen  Päarchens. Er Schweizer, Sie Deutsche.  Happy hour von 17-18 Uhr. Spezialität unter anderem Rum Punch auf traditionelle Art. Lokale und Schweizer Gerichte zu vernünftigen Preisen.www.thelimeandthecoconut.com
Da wir auf Grund des starken WIndes länger in Falmouth blieben, war dies unser abendlicher Fixpunkt.
Nächste Station - Jolly Harbour. 15 Seemeilen nördlich. Von hier flog Eva mit dem Helikopter  zum Vulkan auf der Insel Montserrat.

Da sie die Leichteste war, durfte sie neben dem Piloten sitzen und hatte freien Blick nach unten. Die verschüttete Stadt Plymouth wirkte besonders von oben wie ein Kriegsschauplatz.

45 Minuten später hatte sie wieder festen Boden unter den Füßen und war um einige Eindrücke reicher.

Nächster Ankerplatz war beim Riff vor Great Bird Island. Schnorcheln und am Abend den Sonnenuntergang vom Hügel aus beobachten.

Keine Touristen und wunderschöner Blick über die Inseln bis nach Parham.Am frühen Morgen motorten wir über das Riff, es war immerhin noch fast 1 Meter Wasser unter dem Kiel. War spannend, trotz vorausschauendem Echolot. Direkter Kurs nach Barbuda. Zu einem der schönsten Strände überhaupt.

11 Mile Beach - Low Bay. Dort machten wir mit George wieder eine Tour zu den Fregattevögeln. Mit dabei, eine englische Familie, die sich auf Grund der Brandung nicht mit dem Dinghi am Strand anlanden traute. Ich hatte ja gerade meinen großen Yamaha Außenborder frische Öl gegönnt und somit war der kleine Mercury mal an der Reihe. Kurz gefasst, nach 2 Anlandemanövern, Leute alle am Strand, Außenborderhalterung gebrochen, seitdem bin ich auf der Suche nach einem Aluminiumschweißer. Der Propeller ist übrigens auch verbogen. Dafür bleibe ich sicher immer als Gentleman am britischen Nachbarschiff in Erinnerung:-)

Ganz vergessen. Von Antigua nach Barbuda hatten wir auch wieder mal einen Barrakuda an der Leine.Die Fregattevögeln hatten diesmal ihren roten Plusterhals (nur die Männchen). Ausklariert hatten wir schon vorher im Ort Codrington. Next Port:

St. Barts:

 

Gustavia ist der Einklarierungshafen. Ganz easy via Computer, wie man es halt von den French West Indies gewöhnt ist. 12 € pro Tag am Ankerplatz. Ich klarierte gleich ein und aus. 1 Tag reicht mir hier. Am Ankerplatz rund 150 Yachten. Plus die "Big Boys", riesige Motoryachten. St. Barts gilt als Luxusinsel. Ist aber ganz nett mal durch den Ort zu spazieren, der natürlich sehr gepflegt ist.

 

Weiter nach Marigot, auf der französischen Seite der geteilten Insel St. Martin. Es gibt auch den niederländischen, der aber nicht zur EU gehört. Da dies für Eva der Endpunkt ist, wird vorher nochmals anständig gesegelt, Wende um Wende bringt uns bei rund 20 Knoten in die Marigot Bay. Einklarieren und am nächsten Tag durch die Brücke in die Lagune.

 

Fixpunkt Abends - die "Lagoonies Bar" auf der niederländischen Seite. Happy hour! Bier um 1 US$. Essen um 9 US$. Der Dollar ist hier die Währung auf der niederländischen Seite. Der € wird auch anstandslos genommen. Mit dem Dinghi bewegt man sich übrigens völlig frei zwischen den beiden Teilen der Insel.

Am Tag der Abreise brachte ich Eva mit dem Dinghi zum Airport. Othello hat an Bord noch ein Verlängerungsticket von mir bekommen, geplant war ja, dass er mit Eva nach Wien fliegt. Die Zeit ist wieder mal viel zu rasch vorübergezogen.