Raiatea 2020

Raiatea 2020

Wir hatten jetzt mal wieder Zeit in Ruhe die Insel zu runden. Die unserer Meinung nach schönsten Ecken befinden sich
im südlichen Teil. Ab der Baie Hotopuu im Südosten, von wo aus man das  UNESCO Weltkulturerbe Taptapuatea besuchen kann, beginnt der von Seglern oftmals vernachlässigte Teil der Insel.

Beim Motu Nao Nao, neben dem gleichnamigen Pass, befindet sich eine Ankermöglichkeit auf Sandgrund ohne Korallen. Leider ist der Zutritt auf die Insel durch mehrere "Tapu" Schilder untersagt. Es befindet sich eine nicht mehr benützte Landebahn darauf, die vom damaligen amerikanischen Besitzer angelegt wurde. Aktuell steht diese Insel zum Verkauf, wird aber noch bewacht.
Vis a vis, beim Motu Haaio, gibt es 4 Bojen zum Festmachen. Ein sehr gut geschützter Platz, vor allem bei Ostwind.

Auf dem Motu Haaio

Das kleine, 43 Meter hohe Motu kann man erklimmen, allerdings etwas mühsam durchs Dickicht. Dafür wird man mit einem tollen Blick belohnt. Im Ort Fetuna kann man Kleinigkeiten in einem Supermarkt erstehen. Dinghyanlegemöglichkeit an einem Steg.

Wir runden den südlichsten Punkt der Insel, segeln durch gut betonntes Fahrwasser im Türkis der Lagune und erreichen nach 8 Seemeilen eine weitere Übernachtungsmöglichkeit, beim Motu Toamaro.

Motu Toamaro

Hier gibt es wieder 3 Bojen oder man kann auf Sandgrund ankern. Das Restaurant "Fare Vai", geöffnet Mittwoch bis Sonntag hat auch einen Holzsteg zum Anlegen mit dem Dinghy.


Aufpassen hier bei Winden aus dem östlichen Quadranten ab 15 Knoten. Durch den Berg Tefatoaiti, der immerhin 1017 Meter hoch ist, entstehen dann schon mal locker Fallwinde an und über 30 Knoten, die dann das Liegen hier unbequem machen.

Jetzt müssen wir aber den Pass hinaus, da es innerhalb der Lagune in Richtung Norden zu seicht für uns wird.
Mit dem Dinghy kämen man aber noch weiter. Nach 6 Seemeilen geht es durch den Pass Miri Miri wieder in den Schutz der Lagune zurück. Das Motu Tahunaoe lassen wir Backbord liegen und segeln weiter um uns einen Ankerplatz vor der Carenage zu suchen oder auch an einer freien Boje festzumachen.

Bei der Carenage

Hier kann man das kleine Restaurant "Mimosa" besuchen, wo man sehr gut und günstig essen kann. Man hat aber auch die Möglichkeit ans Dinghydock in der Marina Apooiti fahren und bei Julien, einem kleinen Supermarkt an der Straße Richtung Uturoa, Kleinigkeiten einkaufen. Morgens hat er sogar eine überraschend große Auswahl an Mehlspeisen. Bier gibt es übrigens auch. Viele Charterer erledigen hier die "Erstversorgung".

Von hier sollte es ein leichtes sein per Anhalter nach Uturoa zu kommen. Die Hauptstadt mit knapp 12 000 Einwohnern. Ärzten, einer Klinik, mehrere Supermärkte, eine Markthalle und  Möglichkeiten seinen Hunger und Durst zu stillen. Uturoa ist das Zentrum aller Leewards Islands.