Tumaco - Zwischenstopp in Kolumbien, Juli 2016

Zwischenstopp in Tumaco - Kolumbien
Juli 2016

Nach 4 Tagen und Nächten auf See von den Las Perlas in Panama kommend, entschlossen wir uns Tumaco in Kolumbien anzulaufen. Mit dabei seit Panama, Alejandra und Gabor, die mit Rucksack durch Amerika reisen.

Die Betonnung des Fahrwassers zum Militärdock und Fischerhafen ist hervorragend. Durch die Beleuchtung ist die Einfahrt auch nachts möglich. Bei der ersten Seeboje muss man die Guarda Costa anfunken.

Rechts Militärdock, danach Fischereihafen Tumaco

Woher, wohin, Schiffsdaten etc. werden abgefragt, dann erhält man die Erlaubnis weiter zu fahren. Wir ankern direkt vor dem blauen Militärdock. Schlechter Ankergrund und starke Strömung, beim 3. Versuch hält der Anker aber dann. Nach 2 Stunden kommt der Agent, den man hier benötigt, und ein Angstellter vom Hafenkapitän an Bord. Wir holten sie mit dem Dinghy ab. Formalitäten besprochen und wieder an Land gebracht. Sprachlich gab es ja kein Problem, da Alejandra, eine Mexikanische Rucksacktouristin und Ihr Freund Gabor an Bord waren. Der Agent verlangte inklusive aller Gebühren 80 US$.Er übergab uns das weiterleitende Zarpe nach Ecuador und brachte uns zur Immigration in der Stadt, Taxifahrt 3 US$, um unsere Pässe abstempeln zu lassen. Die Jungs vom Militärstützpunkt sind sehr freundlich und hilfsbereit. Wir dürfen unser Dinghy an Ihrem Dock festmachen und problemlos durch das Areal spazieren um in die Stadt zu kommen. Interessant sind auch die vielen aufgebrachten Boote der Drogenschmuggler. Selbst gebaute U-Boote, wo nur der Steuermann knapp aus dem Wasser ist.  Die Guarda Costa ist mit hochwertigem Equippment ausgestattet um den Drogenverkehr zu unterbinden. Wie erfolgreich sie dabei sind, können wir nicht sagen. Aus Kolumbien sollen ja 50% der Drogen dieser Welt kommen.

Hier wird gerade Kokain verbrannt

Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten. Aber gerade das macht sie auf eine eigene Art attraktiv. Im Zentrum keine Luxusgeschäfte, Einheimische betreiben Ihre kleinen Läden, Obsstände, Internetcafes, Wechselstuben, pulsierendes Leben den ganzen Tag über. Alles bewegt sich irgendwie auf Motorrädern. Mütter mit Babys, 4 Personen auf einem Roller, alles ist möglich.
Zum beliebten Strand geht man von der Militärbasis etwa 10 Minuten. Dort reihen sich die einfachen Strandbars aneinander, 2-3 Hotels, alles sehr einfach aber charmant. Wir fühlten uns auch überall sicher, die Kolumbianer sind sehr freundliche Menschen und auch engagiert im Dienstleistungsbereich. Ein erfreulicher Kontrast zu Panama.Nach 2 Tagen meldeten wir uns am Morgen bei der Traffico Control via Funk ab und nahmen die letzen 200 Seemeilen nach Bahia de Caraquez in Ecuador in Anlauf.
Man könnte, wenn man Diesel und Wasser organisiert, sich auch hier für die Pazifiküberquerung einbunkern. Die Preise bei Lebensmittel sind billiger als in Panama. Einklarieren um einiges günstiger als in Ecuador.