Panama - Pazifikküste, Juli 2016

Panama Pazifikküste, Juli 2016

Jetzt ist die Zeit für uns gekommen, Panama zu verlassen. Davor möchten wir noch unsere Erfahrungen mit  Ankerplätzen und Marinas auf der Pazifikseite teilen.


Wenn man unter der Bridge of Americas durchfährt, hat man linker Seite den "Balboa Yachtclub". Geleitet vom Amerikaner Rex, der einst selbst Cruiser war. Wir organisierten über ihn unseren neuen Motor an Bord zu bringen. Inklusive Schleppung mit Lanchaboot zum Fährdock. Dort kann man Diesel und Wasser gegen vorherige Anmeldung bunkern. Die Moorings wirken stabil, das Liegen ist allerdings durch den Kanalverkehr sehr unruhig. Wenn man an Land gebracht werden möchte ruft man über Funk ein Lancha, das ist im Mooringpreis inkludiert. Eigene Dinghybenützung ist nicht erlaubt.

Weiter geht es zum Ankerplatz vor der Marina "La Playita". Ebenfalls sehr rollig durch den Kanalverkehr. Ankern gratis. Dinghy anlegen in der Marina 57 US$ die Woche. In der Nebensaison, wir waren im Juli dort, kann man auch nur für 3 Tage bezahlen. Amarilies, die nette Dame an der Rezeption, lässt da schon mit sich reden. Direkt neben der Rezeption ist ein gut ausgestatteter Abernathy Bootszubehörhändler. Im Dinghypreis ist auch Trinkwasser inkludiert, das man direkt am Steg aufnehmen kann. Schlauch vorhanden. Der Preis gilt übrigens für 3 Personen, man bekommt sogar "Kreuzfahrerbändchen". Es reicht aber diese vorzuzeigen, man muss sie nicht umbinden;-)

Der meist genutzte Ankerplatz ist "Las Brisas", 3 Meilen weiter um die Isla Flamenco. Viele Dauerlieger, die in Panama City einem Job nachgehen. Ruhig zum Liegen, auch wenn in der Regenzeit fast täglich am Nachmittag mal eine Squall vorbeischaut. Dann kann es  schon vorkommen, dass das eine oder andere Boot, nachlässig geankert, durch die Bucht treibt. Uns ist eine unbesetzte 38 Fuss Beneteau in den Bug gekracht und hat einen 1500 US$ Schaden verursacht, den der Eigner dann allerdings selbst behoben hat.

Das schlimmste ist allerdings das Dinghydock, das man eigentlich gar nicht als solches bezeichnen kann. Cruiser haben in Eigeninitiative eine Holzleiter konstruiert und ein kleines 1,5 Meter langes Plastikboot gekauft, sonst wäre es noch schwieriger an Land zu kommen. Der Tidenhub beträgt in der Bucht von Panama City nämlich bis an die 5 Meter. Leider ist aktuell die Leiter durch die treibende Betonplattform beschädigt worden. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis sie ganz unbrauchbar ist. Daneben gibt es noch Betonstiegen zum kurzzeitigen an Land bringen. Schade, dass die Stadt Panama City kein Interesse zeigt, diesen Missstand zu beheben. Viele Arbeiter, die zu den vor Anker liegenden Schiffen kommen müssen um Ihre Arbeit zu verrichten, sind ebenfalls täglich davon betroffen. Ein sehr gefährlicher Dinghyanlandeplatz. Brauchbares Trinkwasser kann man mit eigenem Schlauch neben dem Dinghydock, wo der Kontrollposten ist, gratis holen.

Die Insel "Taboga" ist von Las Brisas nur 8 Seemeilen entfernt. Die Boje kostet am Tag 11 US$, im Monat 310 US$. Dicke Leinen warten nur mehr darauf an Bord festgemacht zu werden. Der Eigentümer des Bojenfeldes, ein Mexikaner kommt persönlich mit dem Dinghy vorbei um die Gebühr einzuheben. Man kann auch in seinem Haus Wäsche waschen. Das Dinghy kann man am Fährsteg festmachen. Ein guter Platz um mal das Unterwasserschiff zu reinigen. Das Wasser ist viel klarer als in Las Brisas. Es kann aber auch schon mal rollig werden. Fährverbindung mehrmals täglich zum Anleger beim Yachtclub Balboa.

In der Marina Flamenco kann man mit dem Dinghy Diesel und Benzin holen. Das ganze sogar zu einem vernüftigen Preis. 5 US Cent über Straßentankstellenpreis, pro Liter.Trinkwasser kann man ebenfalls hier kaufen.

Die letzte Station in Panama für uns sind die Las Perlas Inseln. Jetzt, im Juli, ist gerade die Paarungszeit der Buckelwale. Bei unserem ersten Besuch der Inselwelt vor 2 Wochen hatten wir schon einige Walbegnungen. Faszinierende Tiere.