Rund Jamaica 2013

Rund Jamaica 2013

Nach 6 Tagen auf See nach verlassen Panama`s, erlebten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang vor Jamaica.
Bob Marley mit seinem Redemption Song begleitet uns aus den Bordlautsprechern, ein passender Ort dafür.
So den Tag beginnend motoren wir noch 3 Stunden in den Montego Bay Yachtclub.
Dort werden wir von David, dem neue Dockmaster freundlich in Empfang genommen.

Da Sonntag ist, reicht es,wenn wir erst morgen den Zoll benachrichtigen, meinte er.
Doch 3  Stunden später kommt der Quarantäne Officer überraschend an Bord. Da wir Hunde dabei haben verständigt er einen Officer vom Veterinary Service Division, der, wie wir erst später efuhren, von einem Yachtclubmitglied speziell auf uns angesetzt wurde. Er hat die Hunde fotografiert, uns mehrmals darauf hingewiesen, dass sie ja nicht an Land dürfen und wir ihn 2 Tage vorher verständigen müssen, wenn wir auslaufen.
Am nächsten Morgen kam er unangekündigt wieder vorbei um zu kontrollieren ob die Hunde auch wirklich an Bord sind. Jetzt beginnen wir uns langsam beobachtet und verfolgt zu fühlen.
Das Yachtclub Restaurant bietet zwar ein nettes Ambiente, die Qualität des Essens als auch die Cocktails können mit den hohen Preisen nicht mithalten. Ein Red Stripe Bier ist um 5 US$ auch kein Schnäppchen.
Die Waschräume sind sehr sauber und gepflegt. Wäsche kann man hinter der Marina waschen lassen. Pro Maschine 13 Us$. Ein stolzer Preis. Ein Hardcourt Tennisplatz kann nach Voranmeldung gratis genützt werden.
Die Liegebühr von 32 US$ pro Nacht mit Strom und Wasser geht wieder in Ordnung.

Nach 3 Tagen Marina liefen wir aus ohne wie befohlen den Veterinary Officer zu verständigen. Erste Etappe war Lucea. Dort lernten wir am Ankerplatz David kennen, der auf ein Grundstück acht gibt. Netter Kerl, der mit mir ins Dorf einkaufen fuhr, und uns einige Tipps mit auf den weg gab. Yo, man!

Bloody Bay bei Negril war uns eine Übernachtung wert. Touristisch und vor allem nervige Jetskifahrer, die uns umkreisten. Dort sahen wir auch die ersten Segler nach Mobay. So nennen die Einheimischen übrigens Montego Bay.

Ein überraschend langer Stopp wurde Bluefield Bay. Dort lagen wir vor Anker, als 2 Kayakfahrer vorbei kamen, wir ein bißchen plauderten und Braxton uns zu Cocktailparty einlud.

In Schale geworfen stehen wir doch glatt um 18 Uhr im Garten seiner Villa, das Dinghi wird von seinen Bediensteten versorgt. Im Gespräch erfuhren wir dann einiges über seine Familie, seine Villen die hier am Strand versteckt stehen und die er vermietet. Jodie Foster war auch schon hier eingemietet. Nach der Cocktailparty wurden wir ebenfalls überraschend zum Dinner eingeladen.
Am nächsten Tag machten wir mit Paul, einem Deutschen der in Washington lebt und Houston, dem Sohn von Braxton eine kleine Wanderung. Dabei erfuhren wir auch vom sozialen Engagement der Familie. Sie haben hier eine Schule gebaut, die Müllentsorgung angkurbelt und einige andere Projekte initiert.
Abends wieder Cocktail und Dinnerparty. Nächster Tag Lunch mit Stil in seiner ersten Villa.
Danach gehen wir segeln mit Paul, Houston und Scott, einem Gast hier.
Bei 25 Knoten Wind tut sich ja einiges und alle hatten Ihren Spass. Am Abend kam auch noch Braxton an Bord und genoß diesmal sein Ginger Beer mit Rum im Cockpit von Sagitta.
Bei einem Dinner lernten wir Ezau mit Maria kennen. Er Jamaicaner, der bereits n den 70èrn einen Club in New York führte und jetzt mit Kräutern aller Art handelt. Sie ist Amerikanerin.

Beide wohnen nur 1 Meile weiter am Strand. Dort vermieten Sie auch 2 Bungalows.
Wir verlegen uns vor Ihr Haus, genießen den Garten mit unseren Hunden. Auf Ihrer Terrasse sitzend mit Blick auf Sagitta beenden wir mit ihnen und ihren amerikanischen Gästen den Abend bei einem Gläschen Rumpunsch.

Heute besuchen wir Gerti in Ihrem Haus in Belmont. Den Kontakt hatte ich von Stephan, meinem Wiener Freund und langwöchigen Mitsegler:-)
Auch sie vermietet einen Bungalow in Belmont und bietet sehr viele Touren auf der Insel an.
Wieder viele Einheimische kennen gelernt. Die Jamaicaner sind überdurchschnittlich freundliche Karibikbewohner.

Von Belmont geht es dann ans Alligator Reef. Keine Menschenseele. Wir ganz alleine. Ein Platz für Hunde.
Weiter nach Portland Bright zu den Half Moon Cays. Unbewohnte Insel, toller Sonnenuntergang und vom Dinghi aus einen großen Adlerrochen gesehen.
Danach nach Kingston beim Zoll melden, weiter in den Royal Jamaican Yachtclub. Wir liegen dort längsseits am Steg für happige 70 US$.
Allerdings ist dies auch schon das einzig negative hier.

Patricia, die Managerin des Clubs unternimmt mit Marion eine 4 stündig Einkaufstour. Sie bringt mich am nächsten Tag zum Bob Marley Museum und holt mich auch wieder ab. Zwischen durch organisiert sie die Cocktailparty am Abend zu der auch wir eingeladen sind.
Also wieder mal schick anziehen. Hunde müssen ja an Bord bleiben, dürfen aber am Abend mit Peter, einem Vorstandsmitglied, angeleint im Hafen ihren Bedürfnissen nachgehen.

Nachdem uns Othello 2 Mal unerlaubteter Weise am Abend an der Bar besuchte,leinte ich ihn an Bord an. Der Erfolg war, dass er komplett nass das 3. Mal die Bar aufsuchte. Sein Geschirr mit Leine hing seitlich am Schiff ins Wasser. Das hätte böse ausgehen können, da er ja nicht gewohnt ist an Bord angeleint zu sein, wollte er wie  davor auf den Steg springen, allerdings war die Leine dafür zu kurz. Aber Othello ist ja zum Glück ein Tausendsassa.
Von Kingston dann via Port Morant nach Port Antonio. Dort ankern wir vor der Eroll Flinn Marina um 14 US$ pro Nacht. Inkludiert darin ist der Schlüssel für die Waschräume, Internet und eine Führung mit dem Direktor. Gepflegtes Ambiente und einer  günstigeren Bar als im Montego Bay Yachtclub.
Der Ort schließt direkt an die Marina an, was den Einkauf sehr vereinfacht.
Nach 2 Tagen brechen wir Richtung Montego Bay auf. Erste Übernachtung ist Port Maria.

Fortsetzung folgt